Über zwei Gewässern
Hangar 3500 — das Herz der ehemaligen Fabrik
Der markanteste Punkt der Anlage ist der Hangar 3500. Seine Größe, sein industrieller Charakter und seine Geschichte machen ihn zu einem der ungewöhnlichsten Veranstaltungsräume an der polnischen Küste. Hier kann man die frühere Funktion des Gebäudes spüren und zugleich erleben, wie Geschichte zum Hintergrund für moderne Events wird. Hangar 3500 ist nicht nur ein Saal. Es ist ein lebendiger Raum – museal, konferenziell, konzertant, freizeitorientiert und familienfreundlich. Für einige ist es die Bühne für große Veranstaltungen, für andere ein Ort für Führungen, und für Hotelgäste ein Teil ihres Aufenthalts, der mit keinem Standard-Erholungsobjekt vergleichbar ist.Hotel zwischen Meer und See
Die Besonderheit des Arche Mielno liegt auch in seiner Lage. Auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen der Jamno-See. Dazwischen – Geschichte, Architektur und ein Raum, der Erholung in einem ruhigeren Teil von Mielno ermöglicht. Es ist ein Standort für Menschen, die dem Meer nahe sein möchten, aber mehr als nur einen klassischen Urlaub suchen. Das Hotel bietet komfortable Zimmer und Apartments, ein Restaurant, Freizeitbereiche, einen Wellnessbereich, Familienattraktionen, die Bowlingbahn Warsztat 1944 sowie umfangreiche Einrichtungen für Gruppen und Veranstaltungen. So ist das Arche Mielno sowohl ein Ort für Urlaub, Familienreisen, Seniorenaufenthalte als auch für Konferenzen, Galas, Konzerte oder Firmenveranstaltungen.Geschichte, die nicht in einer Vitrine verschlossen ist
Im Arche Mielno ist Geschichte nicht nur ein Beiwerk. Sie ist Teil des Erlebnisses. Man kann sie im Maßstab des Hangars, in den industriellen Details, im Raumaufbau und in den Geschichten der Führer sehen. Es ist ein Ort, der daran erinnert, dass Architektur Erinnerung bewahren und gleichzeitig zeitgenössischen Gästen dienen kann. DIE ARCHE Flugzeugfabrik in Mielno erzählt eine Geschichte der Transformation – von militärischer Infrastruktur und einem abgesperrten Gelände zu einem offenen Hotel am Meer, das Erholung, Kultur, Treffen und das authentische Erbe des Ortes verbindet.Geschichte des Nest-Stützpunkts
Am 1.01.2017 änderte die Landgemeinde ihren Status zu einer Stadt-Land-Gemeinde. Infolgedessen wurde Mielno zur Stadt, und Unieście wurde in ihre Grenzen eingegliedert. Mielno war unter dem deutschen Namen Großmöllen bekannt, während Unieście Nest genannt wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg begann man mit dem Bau einer Militärbasis, die der deutschen Marinefliegerei diente. Überreste sind noch heute in der Nähe des Sees Jamna zu sehen. Während des Ersten Weltkriegs verfügte die Basis über mehr als tausend moderne – für jene Zeiten – Flugzeuge, Wasserflugzeuge und Flugboote. Nach dem Krieg diente die Basis aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags der zivilen Luftfahrt. Vor dem Zweiten Weltkrieg entschied die Regierung in Berlin, zu dieser Lösung zurückzukehren. Es wurden etwa 30 Gebäude errichtet – von Hangars über Lagerhallen bis hin zu Kasernengebäuden. Während des Zweiten Weltkriegs dienten Mielno, Unieście und Łazy als Erprobungsfeld der deutschen Luftwaffe. Das deutsche Kapitel in der Geschichte endete, als am 5. März 1945 Einheiten der Roten Armee in das von der Luftwaffe geräumte Unieście einmarschierten und die Luftwaffenbasis besetzten. Nach zwei Jahren übergaben die Rotarmisten das Gelände und die darauf befindlichen Anlagen an die Einheiten der Volksrepublik Polen, die diese bis Ende der 1990er Jahre nutzten. Unter den Bewohnern von Unieście kursieren Geschichten über mit Sand zugeschüttete unterirdische Tunnel, die die ehemaligen Militäranlagen mit dem Dorfzentrum verbanden. Manchmal legen Stürme Deckel und Mauerfragmente frei – Zeugen der militärischen Vergangenheit dieser Gegend.